Unschlüssig bei Hypergestylten Stylejungs

Ich weiss nicht. Da hockt einer vor mir im Tram, und da ich die (leicht nasse) Ausgabe von 20minuten schon gestern gelesen habe, schaue ich ihm halt echli auf die Frisur… und frage mich, wie um HIMMELS WILLEN, er es überhaupt geschafft hat, aus dem Haus zu kommen bei dem Gebastel.

Liebevoll einrasiertes Strichlimuster am Hinterkopf, darunter (DARUNTER?) längeres Nackenhaar, hochglänzend und offensichtlich Föhnfrisiert. Und darüber? Tiefschwarze, stachelige Mähne… mir wird schon wieder trümmlig, wenn ich versuche, das Kunstwerk zu beschreiben. Jedenfalls bin ich mir, so als Nicht-Expertin, absolut sicher, dass dieser Typ – wir nennen ihn mal „Davide“ oder so – mindestens 45 Minuten vor dem Spiegel verbringen muss, um diese doch recht aufwändige Frisur hinzukriegen. Und weitere 20 Minuten oder so, um sein Outfit in perfektem Schwarz-Weiss darauf abzustimmen. Woher nimmt er sich die Zeit? Die MUSSE? Den Ehrgeiz, sich so perfekt zu stylen… um dann irgendwo in einem Büro oder einem Laden (oder, wir wollen da kein Klassendenken aufkommen lassen!) oder in einem Hörsaal zu sitzen, sich leise von den anwesenden Mädels bewundern lassen und dabei so eine pseudo-männliche Aura von „Babe, wenn ich schon eine Stunde für mein Aussehen aufwende… stell dir nur vor, wie intensiv ich mich DIR widmen würde!“ verströmt?

Ich bin ganz erschöpft, Kinder… ich muss mich etwas hinlegen. Und mir morn extreeem Mühe geben mit der Rundbürste und dem Gel und dem Outfit und den Schuhen. Ack!

Author: steffi

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