Sind wir alle Gaga?

Gehst du (mit Brüsten und einer übeifrigen Kreditkarte gesegnet) jetzt, in bester Frühlingslaune, in einen belieben Kleiderladen unserer Stadt, wirst du folgendes finden: Überdimensionale Schulterpolstern, seltsamer XXL-Plastikschmuck, Haarmaschen und klobige Schuhe, die den Namen „High Heels“ nicht verdienen. Lady Gaga ist überall, sie hat H&M, Zara und Mango infiltriert und macht nicht mal vor dem sonst schaurig bünzligen Navyboot-Store halt. Aber was ist denn, wenn ich wirklich gerne neue Klamotten kaufen würde, aber NICHT wie Gaga aussehen möchte?

Wää, du Sau. Ich höre dich schon von Weitem sagen: Schneidere dir deine eigene Mode, Steffi! Oder… Du bist zu alt für H&M, Steffi! Oder, wenn du so ein Kreis-4-Sozi-Bessermensch bist: Besinne dich auf deinen inneren Werte und spende dein Garderoben-Budget doch der Glückskette, Steffi!

Ich bin traurig, Püppchen… ich möchte schaurig gerne tolle neue Kleider, denn so oberflächlich es auch klingen mag: Ein Frühling ist kein Frühling ohne neue Frühlingsjacke, ist einfach so. Aber Gaga, das muss nicht sein. Ich glaube, ich tue mir jetzt einige Alpaka-Geissen zu, stricke mir aus ihrer Wolle mittelgraue Strumpfobjekte und trage diese stolz über der letztjährigen Frühlingsjacke. Die auch von H&M war, by the way. Pre-Gaga, sozusagen. Und vielleicht demnächst auf ebay zu verkaufen, für viel, viel Geld.

Stop the Gagafication!

Author: steffi

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