X-mas vs. Ich-mas

Jedes Jahr dasselbe. Schuhe kaufen oder hässliche Plastik-Bohrmaschinen-Sets für Göttibuben? Den enzückenden Schal, den man bei „Making Things“ entdeckt hat, oder eher das Schaumbad-Badesalz-Set für die Schwiegermutter? Shoppingtechnisch gibt es nichts, das mehr nervt, als November. Denn jede auch noch so sensationelle Entdeckung wird gleich mit einer dicken, fetten Wunschliste zu Nichte gemacht. Und natürlich haben auch wir in unserer Familie längst beschlossen, keine Geschenke mehr zu machen, respektive: Jeder Erwachsene kriegt ein Geschenk, fertig.

Doch was ist mit den gefühlten drei Dutzend Kindern, die sich nichts aus vernünftigen Weihnachts-Präsente-Deals machen? Die Cousinen und Cousins, die sich ohne den Weihnachtsbatzen den nächsten Gameboy gar nie finanzieren könnten? Yep, die armen Kinder in Afrika haben nichts zu essen. Und Annabelle aus Rümlang kein Barbie-Adventure-Wohnmobil, im Fall!

So muss ich mir alle meine Shopping-Träume auf den Januar aufsparen, auf den Monat, in dem der dreizehnte Monatslohn nach dem auf-dem-letzten-Drücker-bezahlen der Steuerrechnung auf die Grösse eines netten Abendessens im „Italia“ schrumpft. Denn der Wichtel weiss glaubs nicht, wo „Making Things“ ist. Und ich muss jetzt erst mal den halben Franz Carl Weber leer kaufen, um die Kinder glücklich zu machen.

Happy Vorweihnachtszeit! Und als Nächstes gibt es: Guetzle ohne Geld!

Author: steffi

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