Christmas, mit Extra Funken!

Euch kann ich das ja sagen. Er liest diesen Blog eh nicht, hoffe ich zumindest. Aber letztes Jahr, vor rund 350 Tagen, habe ich von meinem Herzallerliebsten – von dem Mann, mit dem ich seit mehr als zehn Jahren mein Herz, mein Leben, meine Sorgen, mein Bündnerfleisch teile – ein Weihnachtsgeschenk bekommen, das ich gerne vergessen möchte.

Er hat mir nämlich ein «Slanket» geschenkt. Vom Home-Shopping-Channel:

Yep. Das ist eine Decke mit Ärmeln. Aus 100% Polyester-Fleece, eigentlich ganz kuschelig. Und eigentlich auch ganz herzig gemeint, da ich abends so auf dem Sofa vor dem TV (sorry, wenn ich jetzt eure Träume zerstöre , aber ich bin nicht JEDEN ABEND AN EINER PARTY) immer so wahnsinnig friere. Immerhin hat er sich etwas dabei überlegt, auch wenn die Werbung auf Hot TV gaaaanz schlimm ist. Oder gerade deswegen.

Aber zurück zum Slanket: Das lag eben unterm Christbaum. Ich packte es aus, und er konnte ja wirklich nicht wissen, dass das Ding vor lauter Polyester-Fäden derart statisch geladen ist, dass es förmlich Funken sprüht, wenn man es anfasst. Als ich lachend gefragt habe (und jetzt chunnts, Kinder), wo denn mein «richtiges» Geschenk sei, wurde es still. Und peinlich.

Und mein Spätzli konnte ja wirklich nicht wissen, dass SEINE MUTTER am nächsten Tag bei der Familienweihnacht die genau gleiche tolle Idee hatte und mir gleich

NOMAL

EIN

SLANKET

GESCHENKT

HAT.

«Du bisch doch so en Gfröörli!» strahlte sie. Und ich – nach drei Gläsern Prosecco nicht mehr fähig, nett zu sein, meinte doch tatsächlich: «Weisch, ich han scho eine». Auch die nächsten zwei Gläser Prosecco wärmten mich, ähnlich, wie es ein Slanket getan hätte. Wenn ich sie jemals benutzt hätte. Aber die Moral der Geschichte ist:

Sei nicht undankbar, wenn du ein Scheiss-Geschenk kriegst. Du kannst es ihnen immer noch im nächsten Jahr heimzahlen. Und da er diesen Blog nicht liest, kann ich es euch gleich noch einmal verraten: Er kriegt Nylon-Unterhosen. Die werfen ganz toll Funken!

Author: steffi

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