Down and Out im Fitnessstudio

Sieht Kacke aus, mit den drei „s“, nicht wahr? Fast dasselbe dachte ich mir beim Anblick im Spiegel über die drei Weihnachts-Kilos. Und trotz meines euphorischen letzten Eintrages mit dem göttlichen Soda Bread, bin ich schwach geworden. Und, wie Tausende mit mir, bin ich zum Probetraining ins Fitnessstudio (schon wieder die drei „s“! Ab sofort schreibe ich nur noch „Gym“!) geschlichen.

Freunde, es war gruusig. Nein, nicht der Anblick im Spiegel, daran habe ich mich liebevoll gewöhnt. Nein, es war gruusig, all die Leute zu zu sehen, die die Tai Bo-Stunde zur persönlichen Entfaltung nutzen. Es war gruusig, es war spannend, es war krass. Und zwar so sehr, dass ich mir erlaube, eine Fitnesss Gym-Typologie zu wagen. Da chunnt sie:

FITNESS-STUDIO-KUNDEN: DIE FÜNF TYPEN

1. Der Exibitionist

Ja, ich wähle nicht umsonst die männliche Form: Da stand er, gaaaaanz vorne in der Klasse. In knallengen (!), kurzen (!!) Radlerhosen (!!!). Guter Body, Scheiss-eingebildeter Gesichtsausdruck. Da er wohl nie einen Mann finden wird, der ihn nur halb so innig liebt, wie er sich selbst, stählt er seinen Body quasi für den Selbstgebrauch. Chapeau!

2. Die Kampfsau

Anders als der Exibitionist will sich die Kampfsau in erster Linie abreagieren. Gelächelt wird hier nicht, sie will leiden. Und zwar richtig! Komme ihr bitte auf dem Weg zur Dusche nicht in die Quere, die macht dich fertig!

3. Die Extatische

Weisst du noch, wie es früher in der Kanzlei immer so ein paar Trümmlige Ausdruckstänzer gab, die sich hingebungsvoll eigenwillig durch die tanzenden Massen geschängelt haben, in ihrem eigenen Rythmus? Die gehen jetzt ins Gym, im Fall.

4. Die Tüchtige

Sie ist nicht schöner, nicht fitter und auch nicht jünger als du. Aber so korrekt und konzentriert, wie sie die Fitness-Stunde abspuhlt, kannst du sicher sein, dass sie ihre Steuererklärung schon ausgefüllt hat, «Happy Day“ auf SF2 liebt und niemals, niemals Schwarzfahren würde.

5. Die Unterqualifizierte

Sie steht immer ganz, ganz hinten im Raum – möglichst noch hinter einer Säule, damit sie der Instruktor nicht sieht. Tut so, als würde sie richtig mitmachen, tanzt aber immer drei Takte hinterher und bleibt bei den Sit-Ups schön liegen. Ehm, ja, das bin ich.

Aber ich bleibe dran. Und «Zumba»-e mir das verdammte Soda Bread wieder vom Arsch. Drückt mir die Daumen, und ich melde mich wieder! In der Zwischenzeit, echli Gruusigs:

Author: steffi

Share This Post On