Trash Market Bildinstallationen des Künstlers Zanré

Wie es sich für einen richtigen Künstler gehört, war Zanré eines Tages das Geld ausgegangen, nicht aber die Lust zum Malen. In Ermangelung einer teuren Leinwand betätigte er sich deshalb auf der Innenseite von aufgeschnittenen Papiertragtaschen.

Dann fragte er sich: Wieso eigentlich innen? Aussen ist es viel spannender. Dort, wo der absurde Kommerzquatsch steht. »Für alle Sparer«, beispielsweise.

Und so drehte Zanré seine Not-Leinwände wieder um und bemalte sie von aussen. Mit Apache-Indianern, Gartenzwergen, Dinosaurierschädeln und Fetisch-Girls. Lauter Dingen, die überhaupt nicht draufpassen.

Zu behaupten, Zanré betreibe mit dieser Verhöhnung kommerzieller Hintergründe – Untergründe, um genau zu sein – Konsumkritik, greift zu kurz. Vielmehr erzeugt er damit dieses unheimliche, aber unterhaltsame Knirschen im Gehirn, wenn man Dinge zueinanderzwingt, die nichts miteinander zu tun haben und die noch nie jemand ineinandergeworfen hat.

Zanré macht es trotzdem oder gerade deswegen, und er macht es gern und darum gut.

Ausstellung bei mad Art an der Zweierstrasse von 21.6. bis 17.8.2012
Vernissage am 21.6. um 18.00 Uhr

Infos www.zanre.ch/


Author: Marc Menden

the Chief of this tribe.

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